Unsere Geschichte


Mohamed Salah Ahmed reiste im Sommer 2013 von seinem Heimatland Ägypten, wo er ein Diplom als Sozialpädagoge absolviert hatte, in seine Wahlheimat Deutschland, die er im Rahmen von Wettkämpfen als ehemaliger ägyptischer Jugendmeister im Bodybuilding kennen und schätzen gelernt hatte. In einem ersten Schritt lernte er an einer Berliner Volkshochschule die deutsche Sprache und machte eine staatliche Anerkennung, um hierzulande als Sozialpädagoge arbeiten zu können. 
 

Im Jahr 2016 fing Herr Ahmed an, als Sozialarbeiter im Flüchtlingsheim von Finsterwalde Süd im Brandenburg zu arbeiten. Dort leitete er einen Sprach- und Orientierungskurs für Flüchtlinge. Gleichzeitig war er Mitglied beim Patenschaftsbüro „Wir sind Paten“ in Fürstenwalde und gründete erstmals auf Landkreisebene bei der SPD Brandenburg einen Arbeitskreis für Migration und Vielfalt, den er 2018 zu einem Arbeitskreis auf Landesebene umwandeln konnte: "Ich wollte beweisen, dass Einwander*innen auch im politischen Bereich Erfolg haben können“, sagte Mohamed Salah Ahmed in diesem Zusammenhang (https://spd-brandenburg.de/migrantinnen-eine-plattform-in-der-spd-brandenburg-geben). 

 

Im Jahr 2018 erhielt Mohamed Salah Ahmed seine Niederlassungserlaubnis, absolvierte sein C1-Sprachzertifikat und wechselte zur Diakonie, wo er als Migrationssozialarbeiter arbeitete. Dort unterstützte er minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge. Im September 2018 absolvierte er ein weiteres Praktikum, dieses Mal im Landtagsbüro der Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke von der SPD. Bei der SPD-Abgeordneten brachte er seine Erfahrungen in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Berufsanerkennung und Arbeitsaufnahme in die Landespolitik ein, wobei er eng mit der Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg" und "Bündnis für Brandenburg" zusammenarbeitete. Im Oktober 2018 erschien in der Freitagszeitung ein Artikel über Herrn Ahmed, in dem seine Aktivitäten für Migrant*innen sowie seine biografischen Hintergründe thematisiert wurden (https://www.freitag.de/autoren/michael-angele/der-schrittmacher). 


Im Rahmen der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Brandenburg 2019 hat Mohamed Lennart Nieweler kennengelernt, der durch die Gründung einer Willkommensinitiative in seiner Heimat, dem Münsterland, für ein FSJ nach Berlin und anschließend im Rahmen seines Studiums nach Potsdam gekommen ist. Als studentischer Mitarbeiter beim Praktikantenprogramm der SPD-Bundestagsfraktion bringt er seitdem seine Erfahrungen in der Migrations-, Integrations- und Parteipolitik ein, um die AG Migration und Vielfalt gemeinsam mit Mohamed und allen Mitgliedern aufzubauen. So stellten wir, damals noch als AK, einen Antrag an den Landesvorstand der SPD Brandenburg zur Errichtung einer dauerhaften Arbeitsgemeinschaft. Trotz der Covid-19-Pandemie, die unser ehrenamtliches Engagement zeitweise ausbremste, haben wir weitergekämpft und im Februar diesen Jahres bei einer Online-Sitzung mit dem Landesvorstand die Gründung der AG erreicht. 

 

Bereits vor der Gründung haben wir uns an Demos wie der Potsdamer Bootsdemo „Volle Solidarität voraus – Von der Havel bis zum Mittelmeer“ zur Aufnahme von Geflüchteten aus den Lagern an den EU-Außengrenzen (siehe Mehr Hilfe für Flüchtlinge: Potsdamer Protest an Land und auf dem Wasser - Potsdam - Startseite pnn.de und Bootskorso: Unteilbar-Demo in Potsdam für Aufnahme von Flüchtlingen maz-online.de) sowie Projekten, wie dem Projekt „Mobilität für alle“ des VCD Brandenburg zur Bekämpfung von Diskriminierungsformen im Mobilitätsektor, beteiligt (Forderungen | VCD vor Ort - Mobilität für Menschen).

Durch unsere Teilnahme an Kampagnen wie „Kein Ort für Kinder“ von terres des hommes e.V. wollen wir Druck auf die politisch Verantwortlichen ausüben, sich für einen humanitären Umgang mit Geflüchteten einzusetzen (AnkER-Zentren und Aufnahmeeinrichtungen sind #KeinOrtFuerKinder).  Hierbei ist es uns ein Anliegen, Menschen, die selbst unter Fluchterfahrungen gelitten haben, in den politischen Prozess einzubinden (Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt der SPD Brandenburg).

Durch unsere Arbeit innerhalb der AG wollen wir eine Brücke bauen zwischen Geflüchteten, Migrant*innen und der SPD Brandenburg, um dafür zu sorgen, dass die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in der Landespolitik Gehör finden und ernst genommen werden. Hierfür haben wir ein Team zusammengestellt, das die Arbeit der Landes-AG in den nächsten zwei Jahren weiterentwickeln und inhaltlich aufstellen soll. Am 09.10. wurde Fereshta Husssain, Vorsitzende des Migrantenbeirats Potsdam, gemeinsam mit Lennart Nieweler zur Vorsitzenden sowie Mohamed Salah Ahmed zum Stellvertreter gewählt (siehe https://m.facebook.com und https://www.instagram.com).